Durch Stress wird unser Körper aktiv. Er gerät in eine Notsituation und schüttet dabei die Stresshormone Adrenalin, Dopamin und Cortisol aus. Die Folge: Das Immunsystem wird geschwächt. Um das zu verhindern ist es wichtig den richtigen Ausgleich zwischen Stress- und Entspannung zu finden.

Erholung ist wesentlich für Körper, Geist und Seele. Bei Entspannungstechniken wird in erster Linie zwischen körperlichen und mentalen Entspannungstechniken unterschieden. Körperliche Entspannungstechniken wirken, weil der Körper hierbei Glückshormone ausschüttet. Diese helfen dabei Stresshormone abzubauen. Bei mentalen Entspannungstechniken wird der Geist in einen entspannten Zustand gebracht. Anschließend wirkt sich diese mentale Entspannung auch auf den Rest des Körpers aus.

Je öfter Entspannungstechniken wiederholt werden, desto einfacher wird es wieder den entspannten Zustand zu erreichen.

10 einfache Entspannungsmethoden

Schlaf ist die einfachste Art der Entspannung, denn während wir schlafen sinkt der Spiegel des Stresshormons Kortisol auf ein minimales Level. Wer sich durch gezielte Kurzschlafphasen am Tag entspannen kann, für den ist das sogenannte Power-Napping als Entspannungsmethode gut geeignet.

Abgesehen von Schlaf gibt es aber noch zahlreiche andere Methoden der Entspannung. Hier folgen nun unsere praktischen Tipps für eine erholsame Entspannung von Körper und Geist. Wichtig ist es, jene zu finden, die individuell zu einem passt.

  • Progressive Muskelentspannung (Muskelrelaxation): Verschiedene Muskelgruppen werden bei dieser Methode nacheinander intensiv angespannt und dann sofort entspannt. Diese Technik steigert bei häufiger Anwendung das Körpergefühl und verstärkt die Fähigkeit bewusst zu entspannen.
  • Autogenes Training: Entspannungstechnik die meist im Sitzen oder Liegen ausgeführt wird. Ermöglicht sich selbst durch Konzentration in einen entspannten Zustand zu versetzen – mithilfe von einfachen Sätzen, die man sich gedanklich vorsagt oder von einem Erzähler vorgetragen werden (etwa „Ich bin ganz ruhig, gelöst und entspannt“).
  • Meditation: Meditation ist ebenfalls eine geeignete Entspannungsmethode, um zur Ruhe und eigenen Mitte zu finden. Die Konzentration auf dich, deine Gedanken, deinen Körper und deine Gefühle erzeugt eine tiefe Entspannung. Am Anfang noch ungewohnt wird das Meditieren mit der Zeit einfacher.
  • Achtsamkeitstechniken: Das Hier und Jetzt bewusst wahrzunehmen, statt es nebenbei „ablaufen zu lassen“, ist trainierbar und wertvoll. Die bewusste Achtsamkeit lenkt den Fokus weg von Dingen, die Stress verursachen und hilft bei der Entspannung.
  • Fernöstliche Entspannungstechniken: Einheit von Körper, Geist und Seele werden dabei in den Vordergrund gestellt. Bei fernöstlichen Entspannungstechniken, wie Qi Gong, Tai Chi und Yoga, werden Konzentration und Atmung beansprucht. Durch die bewusste Konzentration auf den eigenen Körper, lösen sich körperliche Verspannungen und wirken sich auf die geistige Entspannung aus.
  • Atmung: In dem Moment, wo eine emotionale Einschränkung verspürt wird, oder sich ein unangenehmes Körpergefühl auftut, die Aufmerksamkeit auf den Atem legen und 5 Sekunden einatmen, kurz den Atem anhalten und 5 Sekunden ausatmen. Kann wahre Wunder bewirken.
  • Fantasiereisen (Imaginationsreisen): Bei dieser Entspannungstechnik werden Texte von einem Sprecher vorgetragen, in denen angenehme, entspannende Situationen, Geschichten oder Orte beschrieben werden. Mithilfe der eigenen Vorstellungskraft kann man in diese Bilder „eintauchen“.
  • Biofeedback: Mittels Messungen z.B. des Hautleitwertes kann der Grad der inneren Anspannung gemessen werden. Auf dem Bildschirm kann man beobachten, wie sich die Werte bei einem Zustand der Anspannung und Entspannung verändern. Dadurch schärft die Biofeedback-Methode das Bewusstsein für innere Zustände, das Gefühl für den eigenen Körper und den Zustand der Entspannung, sodass dieser dann proaktiv beeinflusst werden kann.
  • Freizeitbeschäftigung und „Flow“: Einer entspannten Lieblingstätigkeit zu folgen, wie z.B. Musik hören, Lesen, Gartenarbeit, in der Natursein, Malen, Tagebuch schreiben , ist auch eine Möglichkeit, die notwendige Entspannung zu bekommen. Bei einem völlig selbstvergessenen Aufgehen in einer Beschäftigung schwindet der Bezug zur Zeit und eine innere Entspannung tritt ein („Flow“).
  • Bewegung und Sport: Die natürlichste Form Stress abzubauen. Bewegung baut Stress ab und ist daher ein wesentlicher Bestandteil der Stressbewältigung. Der erhöhte Blutzucker, der während einer Stressreaktion freigesetzt wurde, wird verbrannt. Außerdem kommt es beim Sport zur Ausschüttung von Glückshormonen (Endorphinen). Oft reicht auch ein ruhiger Spaziergang an der frischen Luft, um Stresshormone abzubauen.

Wie so oft im Leben ist die regelmäßige Übung entscheidend für den Erfolg. Ist eine Entspannungstechnik erlernt, genügen oft fünf bis zehn Minuten pro Tag, um sich damit gut und nachhaltig zu entspannen.

Der regelmäßige Wechsel zwischen Stress und Entspannung fördert die Gesundheit und führt zu nachhaltigem Wohlbefinden.

In unserer Saint Charles Complementary bieten wir Achtsamkeitstrainings, Qigong und Yoga Klassen an. Bei Interesse können Sie gerne unsere Therapeuten direkt kontaktieren.