Der Frauenmantel ist eine, nahezu weltweit vorkommende, zarte Pflanze mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens häufig Tropfen sammeln. Frauenmantel wurde schon immer eng mit der Damenwelt in Verbindung gebracht. Oft als Tee oder Tinktur verwendet, wird dem Heilkraut eine adstringierende, straffende, krampflösende Wirkung nachgesagt. Der Name Frauenmantel rührt daher, dass die Blätter dem wehenden Mantel einer Frau ähneln. Bereits im Mittelalter entdeckten Heilkundige Frauenmantel als Heilpflanze.

Steckbrief des „Frauenkrauts“

Als Heilpflanze hat sich der Frauenmantel hauptsächlich in der Frauenheilkunde bewährt, täglich ein Teelöffel getrockneter Frauenmantel mit einem viertel Liter Wasser aufgegossen, oder zweimal täglich zehn Tropfen von der Frauenmantel-Tinktur, sollen Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden lindern. Als Bad, Umschlag oder Waschung soll Frauenmantel das Abheilen von Furunkeln oder Ekzemen fördern und auch leicht hautstraffend wirken.

Frauenmantel enthält zudem sechs bis acht Prozent Gerbstoffe. Gerbstoffe wirken auf Haut und Schleimhaut adstringierend, also zusammenziehend, wodurch sich die oberen Gewebsschichten zusammenziehen und verfestigen. Durch diesen Effekt können Gerbstoffe aus Frauenmantel kleine oberflächliche Wunden auf der Haut oder der Mundschleimhaut abdichten. Zudem schwächen die Stoffe Signale von Nerven in der Haut ab und lindern damit Juckreiz.

Wichtiger Hinweis: Manche Menschen vertragen Heilpflanzen mit einem hohen Gerbstoffgehalt nicht, sie reagieren mit Magenbeschwerden oder Übelkeit. In diesem Fall sollten Sie Frauenmantel nicht anwenden. Unsere Pharmazeuten der Saint Charles Apotheke Wien und Berlin beraten Sie gerne bei weiteren Fragen zum Thema Frauenmantel.