Nach Eiweiß stellen Fette die wichtigste Bausubstanz in unserem Körper dar. Sie erfüllen eine Vielzahl wichtiger Aufgaben und sind entscheidend für die Zellatmung. Erst durch die Zellatmung werden Nährstoffe wie Zucker, Eiweiße und Fette verbrannt, wodurch Lebenskraft für den Aufbau des Organismus gewonnen wird. Dennoch ist Fett nicht gleich Fett. Die Art des Fettes in unserer Nahrung beeinflusst unseren Gesundheitszustand maßgeblich. Wir unterscheiden gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren stammen meist vom Tier, sind bei Raumtemperatur hart und gelten als reine Industrieprodukte. Sie erhöhen erwiesenermaßen den Cholesterinspiegel und werden mit diversen Zivilisationskrankheiten in Verbindung gebracht.

Je mehr ungesättigte Fettsäuren ein Fett oder Öl enthält, desto wertvoller ist es als Lebensmittel.

Ungesättigte Fettsäuren sind meist weich oder flüssig und stammen vorwiegend aus pflanzlichen Quellen. Je mehr ungesättigte Fettsäuren ein Fett oder Öl enthält, desto wertvoller ist es als Lebensmittel für uns. Vor allem die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie Omega-3 Fettsäuren (dreifach ungesättigt, Alpha-Linolensäure) und Omega-6-Fettsäuren (zweifach ungesättigt, Linolsäure), gelten als für den Körper gesündeste Fette.

Die Aufnahme der beiden Omega-Fettsäuren über die Nahrung ist deshalb essentiell, weil sie vom Körper nicht selbst gebildet werden können. Sie sind wichtig für den Aufbau von Gewebehormonen, den Hormonhaushalt, das Immunsystem, für die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns, die Fortpflanzungsorgane, die Atmung, Nerven, Herz und Kreislauf – kurz: Für den gesamten Körper.

Aktuell gibt es keine Pflanze, die einen so hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren aufweist, wie Hanf.

Sowohl Hanfsamen als auch Hanföl enthalten zu einem überdurchschnittlich hohen Prozentsatz von mehr als 80 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Maßgeblich für unseren Stoffwechsel ist dabei insbesondere das Verhältnis zwischen den mehrfach ungesättigten Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren.  Denn sollen diese dem Organismus optimal nutzen, müssen sie in einem passenden Verhältnis stehen. Im Falle der Omega-6 Fettsäuren liegt häufig eine Überversorgung vor. Auch hier weist der Hanfsamen mit einem Verhältnis von 3:1 (Omega 3 zu Omega 6) eine für den menschlichen Organismus ideale und unschlagbare Fettsäuren-Zusammensetzung auf. Zudem kommen zusätzlich noch Omega-9-Fettsäuren und die seltene und für den Körper extrem wertvolle Gamma-Linolensäure GLA. Damit wird das Hanföl zum ausgewogensten Öl, das der Wissenschaft aktuell bekannt ist.