Die angenehm-aromatisch duftende Arzneipflanze des Jahres 2020 Lavendel ist wissenschaftlich gut erforscht. Rund 280 Inhaltsstoffe konnten bereits in der Heilpflanze nachgewiesen werden. Im Wesentlichen entsteht die Heilkraft des Lavendel durch die enthaltenen Wirkstoffe im ätherischen Öl. Allen voran das Linylacetat. Dieses ist nicht nur für den typischen Lavendel Duft verantwortlich, sondern unterstützt unter anderem die Serotonin Ausschüttung im Gehirn. Schüttet man zu wenig Serotonin aus, können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Störungen des Magen Darm Bereichs, Herz-Kreislauf-Beschwerden, bis zu Ess- und Schlafstörungen auftreten.

Heilwirkung des Lavendel

Zu den wirksamen Inhaltsstoffen im Lavendel zählen das ätherische Öl und die Gerbstoffe in den Blüten. Das ätherische Öl hat antibakterielle und antivirale Eigenschaften und wirkt damit keimtötend, entkrampfend, schmerzstillend, Blutdruck ausgleichend und entspannend. Damit gilt Lavendel als eine der wirkungsvollsten Pflanzen bei Unruhezuständen, Unsicherheit und Angst. Aber auch bei klassischen funktionellen Beschwerden wie Kopfweh, Migräne, Magen-Darm-Beschwerden, Herzbeschwerden und Atemwegsbeschwerden wurde die Wirksamkeit bestätigt.

Anwendung von Lavendel

Die Anwendung von Lavendel ist sowohl äußerlich als auch innerlich möglich. Innerlich kann Lavendel z.B. in Form von Tee oder einer Tinktur verwendet werden. In der Regel wird Lavendelöl jedoch überwiegend äußerlich angewendet. In der Aromatherapie gilt das aus Lavendelblüten isolierte ätherische Öl sogar als „Allrounder“, da es vielseitig einsetzbar ist, sowohl allein als auch in Mischungen mit anderen ätherischen Ölen. Bei der Dosierung ist zu beachten, dass 1 – 4 Tropfen ätherisches Öl, das sind 20 – 80 Milligramm, als wirkungsvolle Dosis angesehen werden. Dabei darf es als eines der wenigen ätherischen Öle auch direkt (unverdünnt) auf die Haut aufgetragen werden. Äußerlich hilft das Öl durch seine beruhigende und heilende Wirkung auf die Haut auch bei Hautunreinheiten, Juckreiz und diversen Pilzarten.

Wie wende ich Lavendel an?

  • Bei nervösen Beschwerden, Unruhe, Ängsten, Schlafstörungen und Verdauungsbeschwerden empfiehlt sich die Zubereitung eines Lavendel-Tees.
  • Bei Kreislaufstörungen kann ein Vollbad mit Lavendelblütenextrakten sinnvoll sein.
  • Für eine Massage mit Lavendelöl mischen Sie ein bis drei Tropfen Lavendöl in vier bis fünf Esslöffel eines fetten Basisöls (z.B. Mandel- oder Jojobaöl). Eine Massage empfiehlt sich insbesondere bei Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen.
  • Bei Erkältungen, Schnupfen, Halsentzündung und Bronchitis empfehlen Aromatherapeuten eine Inhalation mit Lavendelöl.
  • Eine „trockene Inhalation“ mit Lavendelöl kann Ängste, Schlafprobleme, Nervosität, Stress und Panikattacken lindern: Verreiben Sie einen Tropfen Lavendelöl in den Handflächen, um dann daran zu riechen.

Für Lavendelöl und andere ätherische Öle gilt: Verwenden Sie nur 100 Prozent naturreine ätherische Öle – am besten solche, die aus Pflanzen aus biologischem Anbau oder aus Wildsammlungen gewonnen wurden.

Quellen (auszugsweise): 

https://www.lavendel.net/wirkung/heilwirkung/ [15.07.2020]
http://heilpflanzenwissen.at/pflanzen/lavendel-echter/ [15.07.2020]
https://www.netdoktor.de/heilpflanzen/lavendel/ [15.07.2020]

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