Der Biochemiker Hugh Sinclair stellte bei seiner Expedition in arktische Regionen im Jahre 1944 verblüfft fest, dass die Menschen in diesen Regionen sehr viel seltener an Herz-Kreislauf-Problemen erkrankten als anderswo. Was war das Geheimnis der Eskimos, mussten sie doch ohne frisches Obst und Gemüse auskommen? Ganz im Gegenteil, sie ernährten sich von fettem Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering oder gar vom Speck der Robben und Wale. Nahrungsmittel, die von Ernährungsexperten damals als absolut ungesund abgestempelt wurden. Später untersuchten weitere Forscher die Eskimos in Grönland und stellten ebenso fest, dass jene, die sich traditioneller ernähren als ihre Landsleute an der Ostküste, viel seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten als die anderen, die sich bereits mit Supermarktkost ernährten.

Omega-3-Fettsäuren verantwortlich für Gesundheit

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass die mehrfach ungesättigte Fettsäuren Alpha-Linolensäure (ALA) und die Docosahexaensäure (DHA) verantwortlich für die überdurchschnittliche Gesundheit der Eskimos waren. Bei uns heute besser bekannt unter dem Sammelbegriff Omega-3 Fettsäuren.

Auch bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns spielten laut Wissenschaft die Omega-3 Fettsäuren eine entscheidende Rolle. Omega-3 Fettsäuren sind ein integraler Bestandteil von Zellmembranen, die sich primär in den Gehirnzellen und auch in der Netzhaut der Augen befinden. Erst als die Menschen begonnen haben Omega-3 Fette zu sich zu nehmen, ist das Gehirn gewachsen. Dabei hat sich das Gehirngewicht in der Menschheitsgeschichte im Zeitraum von 2,5 Mio. Jahren bis zum Homo Sapiens vor etwa 90.000 Jahren mehr als verdreifacht. Forscher nehmen an, dass vor allem der Fisch die dafür notwendigen Omega-3 Bausteine zur Verfügung gestellt hat. Wissenschaftler der Universität London haben dazu eine weitere These aufgestellt, nämlich dass erst der Zugang der frühen Menschheit in Afrika zu den Seen und Meeren das Wachstum der Gehirnmasse ermöglichte. Dazu kommen auch Früchte der Natur wie Nüsse, Samen oder Wurzeln.

Lein hat höheren Omega-3 Anteil als Fisch

Die Qualität des Fischfangs lässt heutzutage jedoch zu wünschen übrig. Einerseits besitzen Fische aus Massenhaltung bzw. Aquakulturen meist wesentlich weniger wertvolle Omega-3 Fette, andererseits ist das Vertrauen im Hinblick auf die Qualität in jüngster Zeit stark gesunken. Dies brachte auch das Leinöl wieder in den Vordergrund. Die Leinpflanze gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte und ist durch die Industrialisierung der Lebensmittelindustrie und auch den Boom zum Fischkonsum in Vergessenheit geraten. Dabei ist der Lein nicht nur pflanzlich, sondern wächst auch regional. Und das Wichtigste: Lein hat einen wesentlich höheren Omega-3 Anteil als Fisch. Während ein fetter Fisch wie Lachs oder Hering lediglich 3 Gramm Omega-3 auf 100 Gramm bieten, enthält 100 Gramm Leinöl rund 55 Gramm Omega-3 Fette. Zusätzlich bietet Leinöl ein weiteres Bündel an Nährstoffen. Besonders zu erwähnen sind pflanzliche Phenole, die antioxidativ wirken und unsere Zellen vor freien Radikalen schützen. Oder auch Lignane, die sogar im Kampf gegen den Krebs eine Rolle spielen und gerne von der Anti-Aging-Fraktion ins Spiel gebracht werden.

Für das Gehirn ist die ausreichende Versorgung mit Omega-3 die Grundlage für gute Gedächtnisleistungen, Konzentrationsfähigkeit und die optimale Kommunikation zwischen den Gehirnzellen. Je besser die Versorgung, desto besser ist die Reizweiterleitung zwischen den Gehirnzellen. Omega-3 wird auch in unterschiedliche Studien in Verbindung mit Alzheimer, Demenz oder auch ADHS positiv bewertet.

Wir empfehlen täglich einen Esslöffel frisches Leinöl im Joghurt, ins Müsli oder auch pur.

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