Magnesium wird nicht zu Unrecht als Powermineral bezeichnet. Wie kein anderer Vitalstoff macht er uns widerstandsfähig gegen Stress, beruhigt unser Nervensystem und verleiht uns dabei Ausdauer und Kraft.

Jedoch lassen ausgelaugte oder mit Nitraten überdüngte Böden, moderne Zivilisationskost wie Teigwaren, Zucker, Fast Food oder phosphorhaltige Limonaden unseren Magnesiumspiegel sinken. Aber auch Sport, intensives Schwitzen oder Stress tragen zu einem Mangel an Magnesium bei. Dabei ist gerade Magnesium aus Sicht der orthomolekularen Medizin ein wichtiger Mineralstoff, da er nicht auf Vorrat aufgenommen werden kann. Magnesium muss täglich zugeführt werden.

Magnesiummangel wird mit vielen Symptomen in Verbindung gebracht. Darunter Konzentrations- und Nervenschwäche,  Schwindel, Schlafprobleme, Muskelkrämpfe, Verspannungen im Nacken- oder Schulterbereich, Muskelzucken, Kopfschmerzen oder auch Zahnprobleme.

Die richtige Magnesium Dosis

Wie viel Magnesium sollte man jedoch zu sich nehmen? Die RDA (Recommended Dietary Allowance) von den Behörden, wie auch der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung), liegt bei 300 bis 400 Milligramm pro Tag für Jugendliche und Erwachsene. Experten, wie die anerkannte Magnesiumforscherin Dr. Seelig, schätzen den Bedarf jedoch deutlich höher. Sie gehen davon aus, dass ein Erwachsener zwischen sieben und zehn Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht benötigt. Bei einem Körpergewicht von 70 Kilogramm wären das zwischen 500 und 700mg pro Tag und damit fast die doppelte Menge als von den Gesundheitsbehörden empfohlen. Bei Jugendlichen und Kindern in der Wachstumsphase kann der Bedarf sogar bei 15-30 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht liegen. Unter bestimmten Lebensbedingungen kann der Bedarf dabei bis auf das Doppelte ansteigen. Der Bedarf erhöht sich beispielsweise wenn Krankheiten vorliegen, intensive Konzentration gefordert ist, in der Schwangerschaft, durch Stress, starkes Schwitzen oder beim Sport. Wer raucht oder gerne Alkohol trinkt, braucht ebenso mehr Magnesium.

Die Aufnahme von Magnesium kann durch orale Aufnahme (Nahrungsergänzungsmittel) oder transdermale Anwendung (Aufnahme über die Haut) erfolgen. Im Falle der oralen Aufnahme gehen Experten davon aus, dass nur rund 30 bis 60 Prozent des enthaltenen Magnesiums durch den Darm aufgenommen werden kann. Dies kann natürlich individuell stark variieren und hängt nicht zuletzt vom Gesundheitszustand des Verdauungssystems ab. Eine Aufnahme von 100 Prozent ist jedoch unwahrscheinlich. Das ist bei der Dosierung von Nahrungsergänzungsmittel entsprechend zu beachten. Bei der transdermalen Aufnahme über die Haut ist die Frage der Dosierung nicht so entscheidend, da es zu keinen Nebenwirkungen kommen kann und ein eventueller Überschuss einfach über den Urin ausgeschieden wird.

Lebensmittel mit hohem Magnesiumanteil sind beispielsweise Samen und Nüsse (Sonnenblumenkerne, Mandeln, Walnüsse), Getreideprodukte (Haferflocken, unpolierter Reis, Vollkornprodukte), Milchprodukte (Käse wie Emmentaler oder Gouda, Joghurt) und natürlich auch Obst und grünes Gemüse. Eine ausführliche Tabelle über den Gehalt von Magnesium in Lebensmittel findet man beispielsweise in diesem Vitalstoff-Lexikon.