Minze wurde schon vor Jahrtausenden in Asien, Europa und im Norden Afrikas als Heilpflanze verwendet und in zahlreichen Klöstern angebaut und eingesetzt. Bereits Karl der Große wusste die medizinischen Wirkungen der Minze zu schätzen. In einer Vorordnung ließ er ihren Anbau sogar vorschreiben. Auch Hildegard von Bingen verarbeitete die Minze. Sie benutzte sie gegen Beschwerden der Atemorgane und der Verdauung. Äußerlich verwendete sie Minze bei Krätze und Geschwüren.

Wirkung und Wirkstoffe der Pfefferminze

Pfefferminzblätter enthalten mindestens 1,2% ätherische Öle. Zu den wichtigsten gehören Menthol, Menthon und Menthofuran. Weiterhin enthalten die Blätter Gerbstoffe und Flavonoide. Diese Wirkstoffe wirken insgesamt antibakteriell, beruhigend, keimtötend, krampflösend, schmerzstillend und tonisierend.

Das Hydrolat der Minze gehört zu den wichtigsten Hausmitteln gegen Magen-  Darmbeschwerden und Verdauungsproblemen. Durch nachgewiesene krampflösende und blähungstreibende Wirkungen, sowie durch die Anregung der Verdauungssäfte, können die Wirkstoffe aus dem Hydrolat bei Entzündungen im Magen-Darmbereich hilfreich sein. Zusätzlich wirkt das ätherische Öl im Hydrolat nachweislich bei Reizmagen, Mundschleimhautentzündungen, Entzündungen der Atemwege und Juckreiz und Schmerzen.

Anwendungsmöglichkeiten (Auszug):

  • Hilfe bei Appetitlosigkeit, Blähungen, Magenkrämpfen, Magenschmerzen
  • Erkältung, Schnupfen
  • Gallenbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Mundgeruch
  • Schlaflosigkeit,
  • Schlecht heilenden Wunden

Dosierung

Über den Tag verteilt 4-8 Teelöffel Minze Hydrolat zu sich nehmen.