Atherosklerose vermeiden

Atherosklerose vermeiden

Panta rhei – alles fließt. Eine ungestörte Durchblutung lässt uns täglich den Fluss des Lebens spüren.

Solange wir leben, steht unser Herz-Kreislauf-System niemals still. Blut wird unaufhörlich vom Herzen bis in die kleinsten und entferntesten Kapillargefäße gepumpt, wo es Sauerstoff und Nährstoffe abliefert. Aufgenommen und weitertransportiert wird alles, was vor Ort nicht benötigt wird – und schon geht es wieder auf den Rückweg. Je älter wir werden, desto enger wird es innerhalb unserer Blutgefäße. Im Laufe der Jahre sammelt sich nämlich allerhand Unerwünschtes in den Gefäßwänden an, die sich dadurch verdicken und verhärten. Diese natürliche Arteriosklerose wird durch viele Faktoren bestimmt. Die gute Nachricht: Die meisten davon können wir selbst beeinflussen.

Blutbahnen sauber halten

Die Ablagerungen in den Gefäßwänden werden „Plaques“ genannt und bestehen aus Blutfetten, Thromben, Bindegewebe und Calciumphosphat. Wenn wir nicht rauchen und unsere Blutfettwerte und den Blutdruck im gesunden Bereich halten, tun wir schon sehr viel Gutes für durchgängige Blutgefäße. Auch kleine Änderungen des Lebensstils - mit geringerem Stress, ein paar Kilo weniger und regelmäßiger Bewegung – bringen schnell eine Verbesserung.

Durchblutung entstören

Wer ständig ohne konkreten Anlass kalte Füße und Hände hat, sollte eine Durchblutungsstörung als Ursache ins Auge fassen. Auch unspezifisches Kribbeln, Taubheitsgefühle oder gar Schmerzen in den Extremitäten können Hinweise in diese Richtung sein. Auf jeden Fall gilt es, derartige Warnsignale unseres Körpers ernst zu nehmen. Je früher eine Abklärung der Ursachen erfolgt, umso besser können wir selbst gegensteuern und Schlimmerem vorbeugen – etwa der „Schaufensterkranheit“: Wegen Beinbeschwerden muss man immer wieder stehen bleiben, die schmerzfreie Gehstrecke reduziert sich im Krankheitsverlauf beständig weiter.

Weil sich die Blutzirkulation nur allmählich reduziert, bleiben Gefäßerkrankungen oft sehr lange unbemerkt. Doch gerade in einem frühen Stadium bestehen die besten Heilungschancen bzw. Behandlungsmöglichkeiten. Daher sollten wir bereits auf kleine Anzeichen oder Veränderungen achten – besonders, wenn wir zur Risikogruppe der Raucher gehören.

Risikogruppen

Unbestreitbar ist, dass Raucher zur am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppe zählen, wenn es um Durchblutungsstörungen geht. Die Bildung von Plaques in den Gefäßwänden beginnt bei Rauchern nämlich schon in einem früheren Lebensalter und schreitet um einiges schneller voran als bei Nichtrauchern. Ganz ähnlich benachteiligt sind Diabetiker, Bluthochdruck-Patienten und stark Übergewichtige.

Hilfe aus der Natur

Pflanzliche Präparate helfen, die Fließeigenschaften des Blutes zu verbessern und die Ablagerung von Fetten und „Verkalkungen“ zu verringern. So etwa Ginkgo und Knoblauch – am besten in der Kombination mit Weißdorn und Mistel – sowie Buchweizenkraut und Rosskastanienextrakt. Saint Charles bietet eine Reihe von pflanzlichen Heilmittel in Form von Kapseln, gesunden Ölen oder Tinkturen.

Unser Tipp: Hufe schwingen & Wechselduschen

Regelmäßige Bewegung hält unser Gefäßsystem in Schwung. 3-mal in der Woche gut 40 Minuten flott spazierengehen oder radfahren reichen schon aus – idealerweise in der freien Natur, am besten im Wald. Dadurch wird das Wachstum von neuen peripheren Arterien gefördert, was der Durchblutung natürlich zugute kommt. Auch häufiges Barfußgehen – daheim oder im Garten – regt über die empfindlichen Fußsohlen die Blutzirkulation im ganzen Körper an. Zuhause können wir einige Therapien nach Pfarrer Kneipp anwenden, die unsere Gefäße optimal trainieren – also Wassertreten, Wechselduschen, Trockenbürstenmassagen der Haut oder langsam ansteigende Fußbäder.
"Blut ist ein ganz besondrer Saft." aus „Faust I“, J. W. von Goethe