Unser Organismus ist ständig sauerstoffhaltigen Molekülen, sogenannten freien Radikalen, ausgesetzt, die den Körper belasten. Verursacht durch Umweltgifte, Stress, falsche Ernährung oder Alkohol kann dieser oxidative Stress das Immunsystem belasten und Krankheiten unterstützen. Freie Radikale greifen Zellen an und können diese funktionsuntüchtig machen, was die Ursache für viele Krankheiten sein kann. Sie werden auch mit Alterungserscheinungen und Krankheiten wie Rheuma, Demenz, Allergien, Diabetes, MS, chronischen Entzündungen oder Alzheimer in Verbindung gebracht.

Antioxidantien, auch Radikalfänger genannt, schützen unsere Zellen und können schwerwiegende Zellschäden abwenden. Da unsere moderne Ernährung sehr auf Fleisch, Kohlehydraten, schlechten Fetten und Lebensmittelzusätzen basiert, nehmen wir heute auch weniger Antioxidantien zu uns, was die Balance im Körper zunehmend stört. Umgekehrt findet man gerade in frischem Gemüse und Früchten in Bio-Qualität oder naturbelassenen Ölen hochwertige Quellen für Antioxidantien. Wie auch im Hanf, der durch seine Breite an Nährstoffen eine Renaissance erlebt.

Hanf: Der Radikalfänger

Das antioxidative Potenzial von Lebensmitteln wird mittels ORAC Wert ermittelt. Es bedeutet „Oxygen Radical Absorbance Capacity“. Hanfsamen haben einen ORAC-Wert von über 5000 µmol /TE/100g. Im Vergleich dazu haben beispielsweise die Blaubeere 2234, Granatäpfel 3307, Erdbeeren 530 oder Avocados einen Wert von 782. Aber auch die im Hanf enthaltenen Betacarotine, B-Vitamine oder Omega-3 Fettsäuren sind Gegenspieler der freien Radikale. Wie auch das einzigartige Aminosäurenprofil des Hanfs mit den Aminosäuren Cystein, Gluthathion oder Taurin.

Mit rund 7mg pro 100g haben Hanföl oder -samen auch einen hohen Vitamin E Anteil, was ebenso zahlreiche wichtige biochemische Prozesse im Körper unterstützt. Hanf bietet hier eine breite Basis an Tocopherolen, wie sie bei Vitamin D Präperaten in den seltensten Fällen zu finden sind. Die unterschiedlichen Tocopherole rücken gerade im Zusammenhang mit Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Herzkrankheiten oder Entzündungsprozessen zunehmend in den Fokus.

Hanfprodukte, wie auch das Hanfprotein (als Pressgut des Hanföls), unterstützen mit seinen Antioxidantien damit sehr wirkungsvoll die Reduktion von Entzündungen. Sie senken zudem das Risiko für Herzkrankheiten, indem sie die Arterien durchlässig halten und auch das schlechte LDL-Cholesterin abbauen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kultpflanze Hanf regional wächst und eigentlich keine Ungeziefermittel benötigt. Dies spart nicht nur unerwünschte Chemie in der Nahrung, sondern gewährleistet – neben der Schonung der Umwelt – auch eine hohe Nährstoffdichte.

Hanfprodukte, wie das Hanföl, Hanfprotein, Hanfnüsse oder Hanfblätter, die als Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, dürfen selbstverständlich kein THC (psychoaktive Cannabinoide) enthalten. Für diesen Zweck werden eigene Hanfsorten angebaut.