In den letzten Jahren herrscht ein zunehmendes Interesse am therapeutischen Potenzial von CBD. Dabei treten bei den meisten noch eine Menge Fragen auf. Was ist CBD? Wie unterscheidet es sich von THC? Ist CBD überhaupt legal? Um diese Fragen zu beantworten haben wir die wichtigsten Informationen für euch gesammelt – und präsentieren euch: Das 1×1 von CBD – Das müsst ihr über das Cannabinoid der Hanfplanze wissen!

Was ist CBD und wie unterscheidet es sich von THC?

CBD (Cannabidiol) ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid aus der Hanfpflanze mit vielfältigem medizinischen Nutzen. Cannabidiol verursacht im Gegensatz zum THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) keine psychedelischen Wirkungen und ist im Allgemeinen gut verträglich.

Ist CBD zugelassen?

In den deutschsprachigen Ländern und vielen anderen Ländern darf Cannabis mit hoher CBD- und niedriger THC-Konzentration als Nutzhanf angebaut werden. In der Schweiz und in Österreich sind Hanfsorten, die maximal ein Prozent (Schweiz) bzw. 0,2 Prozent (Österreich) THC enthalten, legal und dürfen sogar als Cannabidiol-Marijuanasorten verkauft werden, jedoch nicht als Arzneimittel deklariert sein.

Wie wirkt CBD?

Die Wirkungsmechanismen von CBD sind noch nicht vollständig erforscht. Sie sind vielfältig und nicht so einfach zu beschreiben wie die typischen Wirkungsmechanismen von THC. THC stimuliert vor allem den Cannabinoid-1-Rezeptor (CB1-Rezeptor), was für die psychischen Cannabiswirkungen verantwortlich ist. Dagegen wurde für CBD eine Vielzahl von Wirkungsmechanismen festgestellt. Die meisten CBD-Wirkungen wurden bisher jedoch nur im Tierversuch nachgewiesen. So wirkt es laut diesen ersten Studien als Antidepressivum und hat das Potenzial Schmerzen aufgrund einer Nervenverletzung oder von Entzündungen zu lindern. Ebenso geht man davon aus, dass es nervenschützend und entzündungshemmend wirkt. Erste Studien haben außerdem ergeben, dass es antiepileptisch wirkt, Übelkeit hemmen kann, und Krebszellen bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Hirnkrebs und einigen anderen Krebsarten töten kann.

Welche Nebenwirkungen gibt es bei CBD?

Eine Auswertung mehrerer Studien mit CBD ergab, dass Cannabidiol „vermutlich sicher für Menschen und Tiere“ ist. Mehrere Studien deuten darauf hin, dass CBD bei nichttransformierten Zellen nicht giftig wirkt und keine Veränderung der Nahrungsaufnahme und Katalepsie induziert, keinen Einfluss auf physiologische Parameter (Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur) und den Magen-Darm-Trakt hat. Die Folgen einer CBD Anwendung in der Schwangerschaft und Stillzeit wurden jedoch noch nicht untersucht, weshalb hier noch keine Aussagen zu möglichen Nebenwirkungen getroffen werden können.

Wie hoch ist die Dosierung von CBD?

Die Dosierungen bei CBD sind im Vergleich zu THC hoch. Es gibt jedoch Hinweise, dass auch bereits geringe Dosen von 40 bis 60 mg CBD erwünschte Wirkungen, beispielsweise eine Abnahme von Angst, bewirken können. CBD wird überwiegend oral eingenommen, kann aber auch inhaliert werden. Auch eine äußere Anwendung von CBD ist möglich, beispielsweise als Salbe oder Gel.

Die oralen Dosen bei CBD liegen im Allgemeinen zwischen 40 und 800 mg für Erwachsene. Die Dosen werden normalerweise auf zwei Gaben verteilt, also beispielsweise morgens und abends zum Essen jeweils 250 mg. In einem Experiment mit 48 gesunden Teilnehmern zeigte CBD bereits in einer geringen Dosierung von 32 mg Eigenschaften, die auf einen möglichen Nutzen bei Angststörungen schließen lassen.

Die medizinische Nutzung von CBD – Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es?

Für Cannabidiol kommen unter anderem folgende medizinische Einsatzgebiete in Frage:

  • Entzündungen: CBD ist nach Untersuchungen mit Tieren ein potenter Entzündungshemmer.
  • Schmerzen: Einige Patienten verwendeten CBD erfolgreich gegen Schmerzen. Es ist gut erklärbar, dass Cannabidiol Schmerzen, die durch Entzündungen entstehen, bekämpfen kann, da es entzündungshemmend wirkt.
  • Epilepsie: CBD weist antiepileptische Eigenschaften auf, Teilnehmer klinischer Studien berichteten zudem von einem besseren Schlaf, einer besseren Wachheit und besserer Stimmung.
  • Angststörungen: CBD wirkt bereits in einer geringen Dosierung sowohl im Tierversuch als auch beim Menschen angstlösend.
  • Depressionen: CBD könnte ein schnell wirkendes Antidepressivum sein. Erste Studien bestätigen diese Eigenschaften.
  • Bewegungsstörungen (wie Dystonie, Dyskinesie): Einige klinische Untersuchungen deuten auf ein therapeutisches Potenzial von CBD bei Bewegungsstörungen hin.
  • Übelkeit und Erbrechen: Anekdotische Belege und Grundlagenforschung zeigen, dass CBD-Säure (CBDA) potenziell Übelkeit und Erbrechen reduzieren kann.
  • Hemmung des Appetits: Es ist seit Langem bekannt, dass CBD einige THC-Effekte hemmt, darunter die Steigerung des Appetits. CBD könnte somit auch bei der Behandlung von Übergewicht helfen.

Wollt ihr mehr über CBD erfahren oder explizit wissen wie ihr CBD für euch verwenden könnt? Unsere Pharmazeuten der Saint Charles Apotheke Wien oder Berlin helfen euch gerne weiter!