„Pflanzliche Eiweiße werden vom Körper viel besser verwertet als Eiweiße tierischen Ursprungs.“ (Barbara Simonsohn in „Super Food HANF“)

Proteine bilden das strukturelle Gerüst unseres Körpers. Denn sie sind am Aufbau der Zellwände, des Bindegewebes, der Muskeln, der Enzyme und verschiedener Membrane beteiligt. Eine optimale Zufuhr von Proteinen ist essenziell, da sie für eine Reihe von Funktionen zuständig sind: u.a. ist dies die Bildung von Antikörpern, Hormonen und Enzymen, die Erneuerung von beschädigtem Gewebe, die Bereitstellung von Nahrungsenergie und die Aufrechterhaltung des Mineralstoffhaushalts. Das Protein Keratin lässt unser Haar wachsen und glänzen. Kollagen wiederum baut Haut und Bindegewebe auf. Ohne Eiweiße gibt es auch keine Stabilität von Knochen und Zähnen. Eiweiße schenken Energie, sorgen für das Säure-Basen-Gleichgewicht, sind für einen optimalen Flüssigkeitshaushalt zuständig und helfen bei der Wundheilung und Blutgerinnung.

Zu viel Eiweiß tierischer Herkunft fördert jedoch einen hohen Cholesterinspiegel und kann zum Auftreten von Herz- und Gefäßerkrankungen beitragen. Pflanzliches Eiweiß, z.B. von der Hanfpflanze, bietet hier Abhilfe, denn der Verzehr dieses Proteins führt nicht zu diesen Symptomen, da Eiweiß in Hanf besonders ausgewogen vorliegt und zudem besonders leicht verdaulich ist.

Hanf | Eine der reichhaltigsten und besten Eiweißquellen überhaupt

In unserem Körper befinden sich 20 Aminosäuren, acht davon sind sogenannte essenzielle, die der Körper über die Nahrung aufnehmen muss. Diese sind: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Thereonin, Tryptophan und Valin. All diese Aminosäuren werden in einem ausgewogenen Verhältnis benötigt. Nur, wenn alle Aminosäuren gleichzeitig und in der notwendigen Menge zur Verfügung stehen, sind wir körperlich wie geistig leistungsfähig und unser Abwehrsystem stark. Lebensmittel, die sämtliche essenzielle Aminosäuren enthalten, werden als „biologisch hochwertiges Eiweiß“ bezeichnet. Hanf enthält, und das ist eine Seltenheit im Pflanzenreich, alle essenziellen und nicht-essenziellen Aminosäuren in ausgewogener Zusammensetzung. Es verfügt somit über ein für den menschlichen Körper ideales Aminosäureprofil.

Die essenziellen Aminosäuren im Überblick und ihre Bedeutung:

  • Tryptophan: Aus dieser Aminosäure stellt unser Gehirn das Wohlfühl- und Glückshormon Serotonin her. Serotonin hebt die Stimmung und beugt Stimmungsschwankungen vor. Am Abend wandelt der Körper Serotonin in das Schlafhormon Melatonin um.
  • Histidin: Es erhöht die Widerstandsfähigkeit des Organismus und ist wichtig für die Durchblutung.
  • Isoleucin: Ist wichtig für ein optimales Wachstum und normale Blutzuckerwerte.
  • Leucin: Ist ebenso wichtig für ein gesundes Körperwachstum und fördert zudem Heilungsprozesse.
  • Lysin: Diese Aminosäure ist auch für ein gesundes Wachstum wichtig, zudem ist es für die Einlagerung von Kalzium zuständig und den Aufbau von Antikörpern.
  • Methionin und Cystin: Diese beiden fördern die Entgiftung des Organismus, schützen vor UV- und Röntgenstrahlung und zerstören freie Radikale. Außerdem verhindern sie vorzeitige Hautalterung und bauen Muskelmasse auf, während sie Körperfett verbrennen.
  • Phenylalanin und Tyrosin: Sie stärken unser Nervensystem und sind zudem ideal, um Stimmungsschwankungen und Schmerzen zu bekämpfen.
  • Theronin: Ist für die Bildung von Kollagen und Elastin notwendig, die die Haut aufbauen und elastisch halten.
  • Valin: Diese Aminosäure stimuliert und stärkt die Energiereserven der Muskeln und fördert den Muskelaufbau.

Die aus Hanf gewonnene Hanfmilch steckt voller wertvoller Proteine, ebenso das mittlerweile sehr beliebte Hanf-Proteinpulver, welches ganz einfach z.B. in Smoothies verwendet werden kann. Besonders für Sportler, Kranke, Geistesarbeiter und Kreative, Schwangere, Kinder, Veganer, Vegetarier und Menschen mit erhöhtem Bedarf an hochwertigem Eiweiß durch Stressbelastung ist Hanf als regelmäßiger Bestandteil ihrer Ernährung zu empfehlen.