Säureblocker gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Eine kurzfristige Anwendung bleibt meist folgenlos, nimmt man sie jedoch länger, kann dies zu erheblichen Nebenwirkungen führen, da man sie nach längerer Einnahme nicht mehr folgenlos absetzen kann. Doch gibt es natürliche und nebenwirkungsfreie Alternativen, die man statt Säureblockern einnehmen kann? Dieser Frage wollen wir in diesem Blog-Beitrag nachgehen.

Natürliche Alternativen für Säureblocker

Meist werden Säureblocker verschrieben, ohne dass auf natürliche Alternativen, geschweige denn auf Nebenwirkungen der Medikamente hingewiesen wird. Säureblocker können jedoch massive Nebenwirkungen haben – besonders dann, wenn man sie über Wochen oder gar Monate hinweg nimmt. Einige dieser Nebenwirkungen sind nicht mehr rückgängig zu machen. In diesem Zusammenhang werden als Langzeitfolgen Osteoporose, Nierenschäden und Unverträglichkeiten genannt. Aber dazu kommt es meist gar nicht, denn das Absetzen von Säureblockern ist oft schwierig, ohne dass die vorherigen Beschwerden gleich wieder auftreten.

Bevor jedoch mit der Behandlung des Problems begonnen wird, sollte geprüft werden, ob nicht ein Magensäuremangel vorliegt. Denn ein Magensäuremangel äußert sich mit ähnlichen Symptomen wie ein Magensäureüberschuss und ist insbesondere bei Menschen ab 50 eine häufige Ursache für Magenbeschwerden. Liegt ein solcher Magensäuremangel vor, ist die Verabreichung von Säureblockern umso schlimmer. Mehr über diese Problematik erfährt ihr hier.

Kann ein Magensäuremangel jedoch ausgeschlossen werden, gibt es folgende Tipps, wie man auf natürliche Weise langfristig ohne Säureblocker auskommen kann.

Wie man langfristig ohne Säureblocker auskommt:

  • Meiden Sie alles, was vor der Einnahme der Säureblocker nicht vertragen wurde, wie z. B. Schokolade, Geräuchertes, Pizza.
  • Wählen Sie leichte Kost aus gedünstetem Gemüse und trinken Sie ausschließlich kohlensäurefreies Wasser, Kräutertees (z.B. Kamillentee) oder verdünnte Gemüsesäfte.
  • Eine pflanzliche Ernährung aus Früchten, Gemüse, Getreideprodukten und Nüssen kann langfristig besser wirken als die akute Behandlung mit chemischen Säureblockern. Hilfreich kann auch das Trinken von Basenwasser sein.
  • Essen Sie über den Tag lieber viele kleine Mahlzeiten anstatt wenige große Mahlzeiten.
  • Wenn dennoch Sodbrennen auftritt, testen Sie die Behandlung mit Heilerde, eingeweichten Leinsamen oder Kartoffelsaft.

Schlussendlich sollte jedoch die Suche nach den tatsächlichen Ursachen im Vordergrund stehen.

Immer mehr Ärzte und Experten raten mittlerweile von einer medikamentösen Hemmung der Magensäureproduktion ab, da dies nicht die zugrundeliegende Ursache sei. Zwar empfinden Betroffene die aufsteigende Säure als unangenehm, jedoch ist dies nicht das Problem bei Sodbrennen. Viel mehr liegt das Problem darin, dass die Säure nicht dortbleibt, wo sie hingehört, sondern stattdessen die Speiseröhre nach oben wandert. Dies hat jedoch nichts mit der Menge der Magensäure zu tun. Betrachtet man Säureblocker aus dieser Perspektive scheint die weitere Behandlung mit Magensäureblockern als nicht zielführend.