Von Anfang Dezember bis Anfang Jänner befindet sich die Natur am tiefsten und dunkelsten Punkt des Jahres, bevor alles wieder von Neuem beginnt. In uns keimt das Bedürfnis, uns an die ruhende Natur anzupassen. Wir verspüren verstärkt die Sehnsucht nach Herzlichkeit und menschlicher Wärme. Die Zeit „zwischen den Jahren“ ist auch ideal für ein persönliches Innehalten. Besonders die Raunächte, zwölf Nächte um Weihnachten bis zum Jahreswechsel, eignen sich für eine Rückschau und gute Vorsätze.

Über die Mystik der Raunächte und welche Bedeutung sie heute für uns haben

Die zwölf „Heiligen Nächte“ ergeben sich astronomisch durch den rechnerischen Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr. Die Zeit zwischen dem 21. Dezember und dem 1. Jänner orientiert sich also nach kosmischen Vorgaben. Der christliche Kalender hingegen definiert den besonderen Zeitraum zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Jänner. Doch unabhängig davon, welche Auslegung wir vorziehen, seit der Entdeckung des Feuermachens ist diese Zeit eng mit dem Räuchern von Kräutern und Harzen verbunden.

Räuchern gegen Geister und Keime

Die uralte Tradition des rituellen Räucherns hat ihren Ursprung in sämtlichen Hochkulturen. Im ländlichen Volksglauben war das Räuchern notwendig, um böse Krankheitsdämonen – die Begleiterscheinungen eines harten Winters – aus Haus und Stall zu vertreiben. Wie wir heute wissen, hat der desinfizierende Rauch tatsächlich eine keimtötende Wirkung. Die reinigende Kraft des Rauches ist aber auch Balsam für die Seele und unterstützt beim Abschied von Altem und Überholtem. Das Räuchern weckt innere Harmonie, Vitalität und Vertrauen in die eigene Stärke. Räucherrituale während der Raunächte sind besonders effektiv. Eine reinigende Büro- und Wohnraumräucherung sollte in der Küche beginnen, von dort durch alle Räume und, in größeren Häusern, beginnend vom Keller durch alle Stockwerke führen. Der Rauch wird dabei von unten nach oben gefächelt, wo er nach Möglichkeit zwei bis drei Stunden oder über Nacht Zeit hat, in den Räumen zu wirken. Nach einer abschließenden Runde ums Haus können die Reste am Balkon oder im Garten ausräuchern.

Räuchern erleichtert die innere Einkehr

Die Raunächte lassen sich auch für weitere Rituale nutzen, denn das Räuchern erleichtert die innere Einkehr. Zum Beispiel können wir uns an jedem der zwölf Tage überlegen, was wir uns für jeden Monat im nächsten Jahr wünschen. Oder wir halten die ersten sechs Tage lang Rückschau und die anderen sechs konzentrieren wir uns auf das Kommende. In einem Raunachts- Tagebuch können wir unsere Gedanken und Wünsche festhalten und zusätzlich unsere Träume notieren.

Beschäftigen wir uns jetzt intensiv mit den darin auftretenden Themen, so wirkt dies wie eine seelische Reinigung und macht uns innerlich bereit für alles, was uns das neue Jahr bringen wird. Räucherware, bestehend aus Kräutern und Pflanzen aus der heimischen Natur, gibt es bei uns in der Apotheke Wien, Berlin oder auch Online.

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