Frauenmantel: Anwendung und Wirkung des „Frauenkrauts“

Frauenmantel: Anwendung und Wirkung des „Frauenkrauts“

PMS, ein Ziehen im Unterleib oder Stimmungsschwankungen machen sich bei vielen Frauen monatlich, wenn die Periode ansteht, bemerkbar. Doch nicht nur direkt vor der Regel, sondern im Laufe des gesamten Zyklus kann der Körper natürlich unterstützt werden und so nicht nur für mehr Wohlbefinden, sondern auch eine leichtere Regelblutung sorgen. In diesem Beitrag haben wir die Anwendung und Wirkung des „Frauenkrauts“ für menstruierende Personen zusammengefasst.

Steckbrief des „Frauenkrauts“

Der Frauenmantel ist eine, nahezu weltweit vorkommende, zarte Pflanze mit kelchartigen gelappten Blättern, in denen sich morgens häufig Tropfen sammeln. Oft als Tee oder Tinktur verwendet, wird dem Heilkraut eine adstringierende, straffende, krampflösende Wirkung nachgesagt. Der Name Frauenmantel rührt daher, dass die Blätter dem wehenden Mantel einer Frau ähneln. Bereits im Mittelalter entdeckten Heilkundige Frauenmantel als Heilpflanze.

Wie verwendet man Frauenmantel?

Als Heilpflanze hat sich der Frauenmantel hauptsächlich in der Frauenheilkunde bewährt, täglich ein Teelöffel getrockneter Frauenmantel mit einem Viertelliter Wasser aufgegossen, oder zweimal täglich zehn Tropfen von der Frauenmantel-Tinktur, sollen Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden lindern. Als Bad, Umschlag oder Waschung soll Frauenmantel das Abheilen von Furunkeln oder Ekzemen fördern und auch leicht hautstraffend wirken.

Frauenmantel enthält zudem sechs bis acht Prozent Gerbstoffe. Gerbstoffe wirken auf Haut und Schleimhaut adstringierend, also zusammenziehend, wodurch sich die oberen Gewebsschichten zusammenziehen und verfestigen. Durch diesen Effekt können Gerbstoffe aus Frauenmantel kleine oberflächliche Wunden auf der Haut oder der Mundschleimhaut abdichten. Zudem schwächen die Stoffe Signale von Nerven in der Haut ab und lindern damit Juckreiz.

Was kann man gegen Regelschmerzen machen?

Frauenmantel hat eine zyklusregulierende Wirkung. Dafür zuständig sind die bereits erklärten Gerbstoffe, die dazu beitragen können, dass der Eisprung regelmäßiger einsetzt. Durch die enthaltenen Phytohormone kann der Zyklus wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. 

So können Sie die Östrogenproduktion anregen

In der ersten Phase des Zyklus, in den ersten etwa 14 Tagen, kann sich Frauenmantel positiv auf die Östrogenproduktion auswirken. Dies bereitet den Körper auf den Eisprung vor. 

Nach dem Eisprung wirkt Frauenmantel auf die Gelbkörperproduktion. Frauenmantel sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut und zum Ende des Zyklus prämenstruelle Beschwerden verringern oder gar nicht mehr auftreten.

Was tun bei starker Periode?

Ein weiterer Vorteil von Frauenmantel ist seine Wirkung auf die Periodenstärke: Er wirkt etwas blutungshemmend und zusätzlich auch krampflösend.

Was hilft bei PMS?

Auch gegen PMS-Beschwerden ist Frauenmantel wirksam einsetzbar. Das prämenstruelle Syndrom äußert sich oft ganz unterschiedlich, kommt aber mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Schweißausbrüche. Frauenmantel hilft bei PMS vor allem durch seine krampflösende Wirkung.

Wichtiger Hinweis: Manche Menschen vertragen Heilpflanzen mit einem hohen Gerbstoffgehalt nicht, sie reagieren mit Magenbeschwerden oder Übelkeit. In diesem Fall sollten Sie Frauenmantel nicht anwenden. Unsere Pharmazeuten der Saint Charles Apotheke Wien und Berlin beraten Sie gerne bei weiteren Fragen zum Thema Frauenmantel.


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