Ein Sonnenbrand ist eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut, die nach Einwirkung von Sonnenstrahlen, durch kurzwellige UVB-Strahlen, ausgelöst wird. Sie tritt dann auf, wenn die Haut einer für sie zu intensiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt wird. Ein guter Sonnenschutz ist vor allem in den Bergen, bei Wasser, Sand oder Schnee wichtig und wird immer bedeutender, je näher man dem Äquator kommt. Jeder Zweite holt sich in Österreich mindestens einmal jährlich einen Sonnenbrand. Die Wahrscheinlichkeit, dass es im Lauf des Lebens zur Entstehung eines Melanoms, dem „schwarzen Hautkrebs“, kommt, erhöht sich mit jedem Sonnenbrand, vor allem wenn er in der Kindheit und Jugend auftritt.

Für die Entstehung eines Sonnenbrandes sind sowohl äußere (Intensität der Sonneneinstrahlung) als auch individuelle Faktoren (Hauttyp) bestimmend. Wird die Haut einer für ihren Pigmentierungstyp zu hohen Bestrahlungsdosis von UVB-Licht ausgesetzt, kommt es zu einer Entzündungsreaktion, die einer Verbrennung gleicht. Es werden vermehrt Botenstoffe freigesetzt, die durch Erweiterung der Blutgefäße eine Rötung und Schwellung der Haut sowie Jucken und Brennen auslösen.

Bräunung als Schutzreaktion der Haut

Die normale Reaktion der Haut auf Sonne ist Bräunung, was eine Schutzreaktion der Haut darstellt. Die Bräunung entsteht dadurch, dass durch UV-Strahlen die Pigmentzellen der Haut angeregt werden, einen braunen Farbstoff, das Melanin, zu bilden, das sich in den obersten Hautschichten verteilt und als natürlicher Sonnenschutz wirksam ist. Ist nicht genug Sonnenschutz vorhanden – können die UV-Strahlen zu einer Schädigung der Haut führen.

Die Verbrennung der Haut durch die Sonne ist in den meisten Fällen erst bis zu 6 Stunden nach einem zu langen Sonnenbad zu sehen und zu spüren. Sobald erste Anzeichen eines Sonnenbrands bemerkt werden, sollte man sofort aus der Sonne gehen und im Schatten bleiben. Im Gegensatz zu einer Verbrennung, bei der die Schmerzrezeptoren durch die Hitzeeinwirkung sofort aktiviert werden, liegt diese verspätete Reaktion daran, dass sich nach zu starker UV-Bestrahlung zuerst eine Entzündungsreaktion entwickeln muss, bevor der Schaden fühl- und sichtbar wird. Durch die Entzündung erweitern sich die oberflächlichen Blutgefäße in der Haut, die Durchblutung verstärkt sich und die Haut erscheint rot und warm.

Die Schwere des Sonnenbrands wird in drei Grade eingeteilt:

  • Grad 1: Rötung, Brennen und Juckreiz
  • Grad 2: zusätzlich Blasenbildung
  • Grad 3: weitgehende Zerstörung der Oberhaut, Ablösung der Haut

Wie behandelt man einen Sonnenbrand?

Bei der Behandlung eines Sonnenbrandes 1. Grades stehen zwei Aspekte im Vordergrund: Zum einen die Kühlung der betroffenen Hautpartie, zum anderen das Zuführen von ausreichend Flüssigkeit. Auf der Haut erfolgt dies mithilfe (wasserhaltiger) Cremen und Lotionen. Wichtig ist auch viel Wasser zu trinken. Beginnt die Haut sich nach dem Sonnenbrand zu schuppen und abzulösen, signalisiert das den natürlichen Heilungsprozess der Haut. Bei der Pflege dieser Hautbereiche sollte das Auftragen fettiger Salben vermieden und eher kühlende, feuchtigkeitsspendende Lotionen verwendet werden.

Im ersten Schritt sollten die betroffenen Stellen mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Im nächsten Schritt kommen Cremen und Lotionen zum Einsatz, um der Haut Feuchtigkeit zu spenden. Bitte verwenden Sie nur Produkte, die wenig bis gar keine Parfumstoffe enthalten – so lassen sich Hautirritationen vermeiden.

Bei einem Sonnenbrand 2. Und 3. Grades sollte ein Arzt (Praktischer Arzt oder Hautarzt) aufgesucht werden. Im zweiten Teil unserer Serie geben wir konkrete Tipps, wie mit natürlichen Hausmitteln bei Sonnenbrand Abhilfe geschaffen werden kann.

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